ePUB Hitlers Bildungsreformer: Das Reichsministerium für ☆ cekhargaproduk.co

Erstmals erforscht Hitlers Kultusministerium Mit großem Eifer machte sich Bernhard Rust alter Kampfgefährte Hitlers nach seiner Ernennung zum Reichskultusminister daran seine Vorstellungen einer nationalsozialistischen Schul und Hochschulpolitik durchzusetzen Zentralisierungswahn setze ein doch nicht nur gegen konservative Widerstände auch gegen Erzrivalen Joseph Goebbels konnten Rust und sein Ministerium sich nicht immer durchsetzen Die Historikerin Anne C Nagel hat die Geschichte dieses nationalen Erziehungsministeriums – ein Unikum der deutschen Geschichte – erstmals grundlegend erforscht Ein fundiertes und leicht lesbares Standardwerk zur deutschen Bildungsgeschichte – mit überraschenden Einsichten über die Wurzeln so mancher heutigen DebatteErstmals erforscht Hitlers Kultusministerium Mit großem Eifer machte sich Bernhard Rust alter Kampfgefährte Hitlers nach seiner Ernennung zum Reichskultusminister daran seine Vorstellungen einer nationalsozialistischen Schul und Hochschulpolitik durchzusetzen Zentralisierungswahn setze ein doch nicht nur gegen konservative Widerstände auch gegen Erzrivalen Joseph Goebbels konnten Rust und sein Ministerium sich nicht immer durchsetzen Die Historikerin Anne C Nagel hat die Geschichte dieses nationalen Erziehungsministeriums – ein Unikum der deutschen Geschichte – erstmals grundlegend erforscht Ein fundiertes und leicht lesbares Standardwerk zur deutschen Bildungsgeschichte – mit überraschenden Einsichten über die Wurzeln so mancher heutigen DebatteErstmals erforscht Hitlers Kultusministerium Mit großem Eifer machte sich Bernhard Rust alter Kampfgefährte Hitlers nach seiner Ernennung zum Reichskultusminister daran seine Vorstellungen einer nationalsozialistischen Schul und Hochschulpolitik durchzusetzen Zentralisierungswahn setze ein doch nicht nur gegen konservative Widerstände auch gegen Erzrivalen Joseph Goebbels konnten Rust und sein Ministerium sich nicht immer durchsetzen Die Historikerin Anne C Nagel hat die Geschichte dieses nationalen Erziehungsministeriums – ein Unikum der deutschen Geschichte – erstmals grundlegend erforscht Ein fundiertes und leicht lesbares Standardwerk zur deutschen Bildungsgeschichte – mit überraschenden Einsichten über die Wurzeln so mancher heutigen Debatte


3 thoughts on “Hitlers Bildungsreformer: Das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1934-1945

  1. says:

    Die Nazis richteten 1934 mit viel innovativer Energie und Kompetenz ein Bildungsministerium ein Das auf dem preußischen Kultusministerium aufbauende Reichsministerium für Erziehung Wissenschaft und Volksbildung wurde von Hitler mit einer großen Machtfülle versehen Er ernannte unter Goebbels neidvollem Blick Bernard Rust zum Chef der Behörde der Schulen Unis Forschungseinrichtungen Museen und somit rund 250000 Beamte vor dem Anschluss Österreichs Professoren Studienräte Lehrer Kuratoren Kustoden unterstanden Der vormalige Gauleiter Rust war hoch gebildet hatte Germanistik klassische Philologie Philosophie Kunstgeschichte und Musik studiert war rund 20 Jahre lang Studienrat in Hannover politisch von sozialistischen Idealen beseelt und dem linken Flügel des NS zuzuordnenHitler wollte den Neuen Menschen heranziehen hart widerstandsfähig der Volksgemeinschaft verpflichtet der Führung ergeben Dies war jedoch weit weniger NS spezifisch als man gemeinhin glaubt Die Autorin Schon die Kulturkritik des Fin de Siècle hatte von einer anderen besseren Gesellschaft samt neuen Menschen geschwärmt Die um 1900 entstandenen Entwürfe wurzelten in unterschiedlichen Kontexten mal aus der avantgardistischen mal aus der kulturrevolutionären oder lebensreformerischen Ecke Die späteren Ideale einer nationalsozialistischen Lebens und Schaffensgemeinschaft speisten sich aus den verschiedenen Ursprüngen der Kulturkritik und des Kulturpessimismus der JahrhundertwendeMan führte in der Bildungspolitik viele Ansätze aus der Weimarer Republik fort Man griff die Ideen der Erlebnispädagogik und Reformpädagogik auf gab dem gemeinschaftlichen Aspekt Fragen der Charakterbildung usw ein besonderes Gewicht freilich stets geprägt vom nationalsozialistischen Wertekanon Die ehemaligen preußischen Kadettenanstalten wurden zu Napolas Bei der Zulassung zu Höheren bzw Eliteschulen mussten die erbbiologischen Vorgaben erfüllt werdenRust installierte das sog Landjahr Arbeit in Handwerk und LW sowie viel Freizeitspaß für Zehntausende städtische Schulabgänger Schulpflicht auch für Behinderte nicht zu früh einsetzende Begabtenförderung und Praxisorientierung waren weitere Zielsetzungen und Schlagwörter des Ministeriums die freilich nur teilweise Umsetzung fanden Das Schulwesen wurde insgesamt gestrafft und verbessert Auch die Forschung sei zentralisiert und stärker vernetzt wordenDie Nazis setzten die Grundschule für alle durch keine privaten Sonderwege für Reiche aber auch höchsten kulturellen Ansprüchen genügende Projekte wie das Musische Gymnasium in Frankfurt Sie verkürzten das Abitur auch um ärmere Schichten die auf Geldverdienst angewiesen waren zu begünstigen Chancengerechtigkeit durch Bildung für alle so die Autorin sei auch im Dritten Reich Slogan gewesen für alle Deutschen muss man natürlich hinzufügenDie zT sehr fortschrittlich wirkenden Maßnahmen so die Autorin seien nicht einfach angeordnet worden Es wurde vielmehr ein breiter Diskurs initiiert bei dem der Expertise externer Berater bewusst Gehör verschafft wurde Kommunen nach ihrer Meinung gefragt wurden uswRust erfuhr aber auch viel Widerstand seitens klassischen Bildungsidealen mit tiefer Skepsis gegenüber stehender Kreise der NSDAP Doch Hitler habe zu Rust gestanden da eine stärkere Ideologisierung der Wissenschaftsstrukturen die kooperationsbereiten Eliten in den Forschungseinrichtungen verschreckt und das eigentliche Ziel ihrer Indienstnahme zum Zweck der Kriegsführung gefährdet hätteDie im Rahmen der braunen Bildungsstrukturreform angestrebte Vereinheitlichung reichsweit vierjährige gemeinsame Grundschule daran anschließend vier Jahre Volksschule dann zwei dreijährige Berufsausbildung oder Gymnasium scheiterte 1936 jedenfalls Gauleiter Reichsstatthalter und Regierungschefs so Nagel sträubten sich denn doch dagegen wenn in ihre Machtbereiche zu sehr hinein regiert wurdeNatürlich darf bei allem nicht übersehen werden dass die höheren Zielsetzungen auch der Bildungspolitik der Nationalsozialisten zutiefst menschenverachtend waren Ein düsterer Aspekt des Ganzen war auch die Säuberung des Ministeriums und der Schulen und Hochschulen von Juden und politisch missliebigen Personen die so Nagel konseuent und rücksichtslos betrieben wurde Jeder siebte Ministeriale wurde entlassen 2581 Studienräte in Preußen 46 % 3343 Volksschullehrer 3 % 478 Professoren 13 % Nennenswerten Widerstand gegen die Entlassungen seitens der akademischen Kollegen sei nicht bekannt


  2. says:

    Im Bereich Schule jagt eine Reform die nächste das bekomme ich als Elternvertreterin hier in Berlin besonders zu spüren Und immer wird die jeweilige Reform von der Politik als etwas ganz Neues gepriesen Auch wir Eltern kommen immer wieder auf neue Ideen wie man das Bildungssystem verbessern könnteNeu? Mitnichten Alle Reformideen und Diskussionen der letzten Zeit hat es schon einmal gegeben wie dieses Buch besonders im Abschnitt „Schule im Dritten Reich“ frustrierend deutlich zeigtStatt Frontalunterricht „Raum zur selbständigen Betätigung der Schüler in Form von Einzel und Gruppenarbeit“ – das findet sich bereits in den Richtlinien für Volksschulen 1939Appelle an die Schulträger für mehr Mittel zur besseren Ausstattung der Schulen – die gab es schon anlässlich des unzureichenden Ausbaus der Volksschulen zwischen 1931 und 1939Reduzierung des Schulwesens auf zwei Schulformen Verkürzung der Schulzeit als zur finanziellen Entlastung des Staates Entrümpelung der als zu überladen gesehenen Lehrpläne an den höheren Schulen – das alles wurde bereits 1938 rund um den Erlaß zur Mittelschule diskutiertSchulinspektionen – starteten im September 1938 in Schleswig HolsteinUntersuchungen die belegen dass Schüler die musizieren in den anderen Fächern besser abschneiden – führten 1939 zur Gründung des ersten MusikgymnasiumsMangelnde Reife der Abiturienten Niveauverlust durch „Reizüberflutung“ der Schülerinnen und Schüler zu wenig Zeit zur Vertiefung des Lehrstoffs und zu wenig Freizeit zur Erholung – das wurde bereits in einer akademischen Denkschrift von 1939 bemängeltDie kontinuierlich sinkenden Schul und Studienleistungen – waren „ein heiß diskutiertes Thema in den späten Jahren des Dritten Reichs“Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen Wie man sieht müssen wir uns heute mit Problemen auseinandersetzen die schon lange ungelöst sind Gebessert hat sich in den letzten Jahrzehnten leider nicht vielIm Gegenteil es gibt sogar Verschlechterungen gegenüber damals zum Beispiel im Bereich der Durchlässigkeit des Schulsystems die trotz aller Reformen heute weniger stark ist als im Dritten Reich als man es sich explizit zur Aufgabe gemacht hatte eine höhere Schulbildung ohne Ansehen der Herkunft zu ermöglichen und das auch erreicht hat Damals gab es eine höhere Chance für Arbeiterkinder eine hohe Bildung zu erreichen als heute Denn heutzutage sind auch die erfolgreichen Bestrebungen der 70er Jahre mehr Arbeiterkindern ein Studium zu ermöglichen durch Reformen wie der Einführung der Studiengebühren und der Verkürzung der Regelstudienzeiten wieder zunichte gemacht wordenDaneben zeigt das akribisch recherchierte und gut geschriebene Buch auf wer im Dritten Reich die Bildungspolitik bestimmte welche Rivalitäten zwischen den einzelnen Ministerien und Ämtern herrschten welche Auswirkungen die Machtworte Hitlers hatten und wie die nationalsozialistische Ideologie noch in die letzte Schulstunde einsickerteAuch die Situation an den Hochschulen die Veränderung der Studiengänge und die Forschungsförderung werden detailreich dargestelltVor allem aber ist das Fazit der Autorin beachtenswert „Die Umgestaltung der Bildungslandschaft erwies sich als mühevoller Prozeß selbst unter den Sonderbedingungen des Dritten Reichs Der Blick auf die historische Tiefendimension erweist zudem die Stärke des kontinuierlichen Moments Dies sollte vor der Überschätzung von Wandlungschancen im Bildungswesen warnen welche die erregten Debatten bis heute charakterisieren“So ernüchternd das für die tägliche Arbeit einer Elternvertreterin auch ist Anne C Nagel hat diese Aussage mit ihrem äußerst lesenswerten Buch auf hohem wissenschaftlichen Niveau verifiziert


  3. says:

    A Nagel Entlassen oder abgeschoben wurden unter anderem 2581 Studienrte in Preuen das waren 46 Prozent Von den Volksschullehrern traf es 3343 3 Prozent und 478 Professoren 13 Prozent Leider ignoriert die Autorin das unermessliche Leid das hinter diesen Zahlen steckt Minister Bernhard Rust war der schlimmste Bildungsvernichter der deutschen Geschichte einer der NS Hauptverbrecher Seine groen Verbrechen zu verschweigen und ihn als einen serisen von Rosenberg Goebbels und Gring bedrngten Bildungsreformer zu hofieren ist absurd Die Autorin hat jahrelang die Akten des Ministeriums von B Rust durchforscht und die wirkliche Realitt anscheinend aus den Augen verloren Als Gegenposition empfehle ich das Buch Erika Mann Zehn Millionen Kinder oder die Dokumentationen ber die Universitten Frankfurt und Gttingen in der NS Zeit